Selbstzweifel gehören zum Leben. Belastend können sie werden, wenn das eigene Gefühl von Wert stark davon abhängt, wie andere reagieren, was man leistet oder ob man den eigenen Ansprüchen genügt. Manchmal zeigt sich die Unsicherheit auch in einer grundsätzlicheren Frage: Wer bin ich eigentlich – und was davon fühlt sich wirklich nach mir an?
In meiner Praxis in München begleite ich Menschen dabei, ihr Selbstbild besser zu verstehen, eigene Bedürfnisse und Grenzen klarer wahrzunehmen und mehr Sicherheit im Umgang mit sich selbst zu entwickeln.
Wenn der eigene Wert immer wieder ins Wanken gerät
Ein unsicheres Selbstwertgefühl kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Manche Menschen zweifeln offen an sich, andere wirken nach außen sicher und versuchen, innere Unsicherheit durch Leistung, Kontrolle oder Anpassung auszugleichen.
Typische Erfahrungen können sein:
- das Gefühl, nicht gut genug zu sein
- starke Orientierung an den Erwartungen anderer
- Perfektionismus und hohe Ansprüche an sich selbst
- Schwierigkeiten, Lob oder Anerkennung anzunehmen
- häufiges Vergleichen mit anderen
- Angst vor Ablehnung oder negativer Bewertung
- Unsicherheit bei eigenen Entscheidungen und Bedürfnissen
Wer bin ich – und was gehört wirklich zu mir?
Identität entwickelt sich im Laufe unseres Lebens und ist nichts vollkommen Starres. Erfahrungen, Beziehungen, Erwartungen und die eigene Lebensgeschichte prägen unser Bild davon, wer wir sind und wie wir sein sollten.
Manchmal passen diese Vorstellungen irgendwann nicht mehr zum eigenen Erleben. Entscheidungen fallen schwer, vertraute Rollen fühlen sich nicht mehr stimmig an oder die Orientierung daran, was andere erwarten, wird stärker als das Gefühl für die eigenen Wünsche.
Das eigene Selbstbild besser verstehen
In der psychotherapeutischen Begleitung können wir betrachten, wie Ihr heutiges Selbstbild entstanden ist und welche Erfahrungen oder inneren Überzeugungen dabei eine Rolle spielen.
Dabei geht es nicht darum, aus sich einen anderen Menschen zu machen. Vielmehr kann es darum gehen, klarer zu unterscheiden: Was gehört tatsächlich zu mir? Was habe ich übernommen? Und was möchte ich heute anders leben?
Mehr Sicherheit im Umgang mit sich selbst
Ein stabilerer Selbstwert bedeutet nicht, nie mehr an sich zu zweifeln. Es bedeutet vielmehr, den eigenen Wert nicht bei jeder Kritik, Unsicherheit oder schwierigen Erfahrung grundsätzlich infrage stellen zu müssen.
Mit der Zeit kann so ein realistischeres und zugleich freundlicheres Verhältnis zu sich selbst entstehen – mit mehr Klarheit über eigene Bedürfnisse, Grenzen und Entscheidungen.
Ein erster Schritt
Wenn Selbstzweifel, Unsicherheit oder Fragen nach der eigenen Identität immer wieder viel Raum einnehmen, lohnt es sich, deren Ursprung und heutige Bedeutung genauer zu betrachten.
Gerne können wir in einem ersten Gespräch klären, was Sie im Moment beschäftigt und welche Unterstützung für Sie sinnvoll sein könnte.

