Wenn die Tage kürzer werden und das Tageslicht abnimmt, verändert sich bei manchen Menschen auch die Stimmung. Sie fühlen sich müder, weniger antriebsvoll oder ziehen sich stärker zurück. Häufig ist das vorübergehend – manchmal können sich dahinter aber auch ausgeprägtere depressive Beschwerden verbergen.

Warum die dunkle Jahreszeit die Stimmung beeinflussen kann

Licht spielt eine wichtige Rolle für unseren Schlaf-Wach-Rhythmus und verschiedene biologische Prozesse. Gleichzeitig verändert sich im Herbst oft auch unser Alltag: Wir verbringen weniger Zeit im Freien, bewegen uns weniger und soziale Aktivitäten können abnehmen.

Mögliche Veränderungen können sein:

  • mehr Müdigkeit und ein erhöhtes Schlafbedürfnis
  • weniger Antrieb und Energie
  • gedrückte oder schwerere Stimmung
  • weniger Interesse an Aktivitäten
  • ein stärkeres Bedürfnis nach Rückzug
  • Veränderungen des Schlaf-Wach-Rhythmus

Was im Alltag unterstützen kann

Bei leichteren saisonalen Stimmungstiefs können bereits einfache Veränderungen im Alltag hilfreich sein. Besonders Tageslicht, Bewegung und eine gewisse Tagesstruktur können dabei unterstützen, auch in der dunkleren Jahreszeit aktiv und in Kontakt mit sich selbst zu bleiben.

  • regelmäßig Zeit im Freien verbringen – möglichst bei Tageslicht
  • Bewegung in den Alltag integrieren
  • soziale Kontakte nicht vollständig zurückziehen lassen
  • einen möglichst regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus beibehalten
  • bewusst Aktivitäten einplanen, die Freude oder Entspannung ermöglichen

Wenn aus einem Stimmungstief mehr wird

Nicht jede gedrückte Stimmung im Herbst ist eine Depression. Wenn Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Interessenverlust oder Rückzug jedoch stärker ausgeprägt sind, über längere Zeit anhalten oder den Alltag deutlich beeinträchtigen, sollte genauer hingesehen werden.

Gerade dann ist es sinnvoll, die Beschwerden fachlich abklären zu lassen, statt sie lediglich der dunklen Jahreszeit zuzuschreiben.

Die dunklere Jahreszeit bewusst gestalten

Der Herbst und Winter verändern unseren Rhythmus. Das muss nicht zwangsläufig etwas Negatives sein. Etwas mehr Ruhe und Rückzug können durchaus guttun – entscheidend ist, wahrzunehmen, ob sie sich erholsam anfühlen oder ob zunehmend Schwere und Isolation entstehen.

Manchmal kann gerade diese Unterscheidung helfen, die eigenen Bedürfnisse etwas klarer wahrzunehmen und gut für sich zu sorgen.

Kontakt

Christian Niederreiter
Heilpraktiker für Psychotherapie
Plinganserstraße 42 · 81369 München
Telefon · 089 139 40 314
E-Mail · kontakt@praxis-niederreiter.de

Praxis

Termine nach Vereinbarung
Montag–Donnerstag 9:00–20:00 Uhr
Freitag 9:00–16:00 Uhr

Rechtliches

Impressum
Datenschutz

Privacy Preference Center