Wenn die Tage kürzer werden: Stimmungstiefs in der dunklen Jahreszeit
Mit dem Herbst verändert sich nicht nur die Natur – auch unsere Stimmung kann ins Wanken geraten. Kürzer werdende Tage, weniger Licht und sinkende Temperaturen wirken sich spürbar auf das emotionale Gleichgewicht vieler Menschen aus. Nicht immer ist klar erkennbar, ob es sich um eine saisonale Verstimmung handelt – oder bereits um eine behandlungsbedürftige Depression.
Typische Auslöser für Stimmungsschwankungen im Herbst
- Weniger Tageslicht und veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus
- Steigende Ausschüttung von Melatonin – dem „Schlafhormon“
- Temperaturschwankungen und weniger Aktivität im Freien
- Gefühl von Rückzug, Isolation oder innerer Schwere
Was hilft bei saisonalen Stimmungstiefs?
Viele Betroffene berichten, dass sich ihr Befinden mit dem Einzug des Frühlings bessert – ein natürlicher Zyklus. Doch schon kleine Veränderungen im Alltag können helfen, leichter durch die dunkle Jahreszeit zu kommen:
- Regelmäßige Bewegung im Freien – auch an grauen Tagen
- Gezielte Lichtreize, zum Beispiel durch Tageslichtlampen
- Bewusste Sinneswahrnehmung – etwa durch Natur, Musik oder Düfte
- Soziale Kontakte pflegen – trotz Rückzugsimpulsen
- Strukturierte Tagesabläufe und kleine wohltuende Rituale
Raum für Selbstreflexion
Der Herbst kann auch eine Einladung sein: innezuhalten, den Fokus nach innen zu richten und neue Impulse für die persönliche Entwicklung zu finden. Wer den inneren Rückzug bewusst gestaltet, entdeckt oft neue Klarheit und Stabilität.
Hinweis: Anhaltende Symptome wie tiefe Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder sozialer Rückzug sollten fachlich abgeklärt werden. Psychologische Begleitung kann hier eine wertvolle Unterstützung sein.
Bleiben Sie in Verbindung mit sich – auf körperlicher und seelischer Ebene.
Ihr Christian Niederreiter