Herbstmelancholie

Halloween PumpkinKürzer werdende Tage, weniger Sonnenschein, Kälte,  all dies lässt erahnen, dass der Winter kommt. Vielen schlägt aber gerade diese Jahreszeit zu Gemüt. Jahreszeitliche Veränderungen sind schon seit jeher bekannt und sind natürliche Vorgänge.

Diese Befindlichkeitsschwankungen können bis hin zur saisonalen Depression gehen, die einer ärztlichen Behandlung bedarf. Nicht immer ist die Grenze zwischen einer Depression oder eine Befindlichkeitsschwankung klar zu erkennen.

Was aber führt dazu, dass diese Befindlichkeitsschwankungen entstehen?

Nicht nur der Temperaturwechsel schlägt vielen aufs Gemüt. Auch weniger Tageslicht und die damit verbundene Veränderung des Tag-Nacht-Rhythmus lässt den Organismus durcheinanderkommen. So wird zum Beispiel bei weniger Tageslicht mehr Melatonin ausgeschüttet, was wiederum zu einer erhöhten Müdigkeit führt. Interessant ist auch die Aussage von Menschen, die weiter nördlich Leben und deren Befindlichkeit schlechter ist, als bei Menschen, die in weiter südlichen Regionen leben. Beginnend mit Oktober steigern sich diese Gefühle, bis zum Höhepunkt im Januar und Februar und verschwinden mit Beginn des Frühlings im März wieder. So sind für viele die warmen Monate, die Monate, mit der eindeutig optimistischen und freudigsten Stimmung.

Viele Untersuchungen zeigen, dass gerade Licht und Helligkeit einen starken Einfluss auf unseren Gemütszustand haben. Am besten lässt sich dem entgegenwirken und vorbeugen, indem man auch in der kalten Jahreszeit sich länger im Freien aufhält. Gerade die Sonnentage können viel Positives für die Psyche bewirken. Generell eignen sich regelmäßige Aktivitäten als angstlösend, entspannend und stimmungsfördernd.

Es ist aber auch die Jahreszeit, in der sich der Körper auf Sinnlichkeit einstellt. Auch hier geht es um ein bewusstes Wahrnehmen. Die vermehrte Zeit, die man innerhäuslich verbringt, lässt sich nutzen, um Gedanken und Situationen zu reflektieren. Die Bandbreite ist dabei sehr groß.

Je bewusster Sie sich also mit der Tatsache auseinandersetzen, dass sich die Natur und auch wir uns im Rückzug befinden, desto mehr lassen sich auch die Vorteile entlocken.

Bleiben Sie auf körperlicher und geistiger Ebene gesund.

Christian Zakrzowsky-Niederreiter